302-Redirects werden oft mit anderen Arten von Weiterleitungen oder verwandten Konzepten verwechselt, dabei gibt es klare Unterschiede:
Ein 302-Redirect steht für eine vorübergehende Weiterleitung von einer alten URL auf eine neue. Sowohl Nutzer:innen als auch Suchmaschinen werden informiert, dass die Adresse nur kurzfristig geändert wurde. Der Linkjuice (Ranking-Wert) bleibt in der Regel bei der ursprünglichen URL.
Ein 301-Redirect signalisiert eine dauerhafte Weiterleitung. Diese wird genutzt, wenn eine Seite endgültig verschoben oder ersetzt wird. Der Linkjuice wird vollständig an die neue Zielseite übertragen.
Eine veraltete Form der Weiterleitung, die per Meta-Tag im HTML-Header gesteuert wird. Häufig mit Zeitverzögerung („Sie werden in 5 Sekunden weitergeleitet“). Aus SEO-Sicht nicht empfehlenswert, da es zu schlechterer Nutzererfahrung führt.
Kein Redirect im klassischen Sinne, sondern ein Hinweis an Suchmaschinen, welche URL als die „originale“ Version eines Inhalts gilt. Hilft bei Duplicate Content, sorgt aber nicht für eine Umleitung des Traffics.
Kurz gesagt: Der 302-Redirect ist der Standard für vorübergehende Weiterleitungen. Er ermöglicht flexible, reversible Änderungen, ohne die ursprüngliche URL aus dem Suchindex zu verdrängen. Dauerhafte Redirects oder Canonicals haben ihre eigenen Anwendungsbereiche, erfüllen aber andere Aufgaben.